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04/15/10

Schachunion Ebersberg-Grafing schafft auch in Neuburg nur ein Unentschieden

Ebersberg – Die Schachunion Ebersberg-Grafing hat in der 9.und letzten Runde der Bezirksliga Oberbayern beim bereits als Absteiger feststehenden SK Neuburg erneut nur ein 4:4 Unentschieden geschafft. Für die Schachunion ging es allerdings um nichts mehr, da sie vom sicheren siebten Platz nicht mehr verdrängt werden konnte und die drei Vereine Bad Aibling, Dorfen und Neuburg an der Donau bereits als Absteiger feststanden.

In der damit bedeutunsglosen Schlussrunde konnten drei Spieler ihre Partien gewinnen ( Ulrich Zenker, Arthur Gil und Ludwig Stangl) , zwei Spieler remisierten ( Frank Bauer, Gino Haußmann) und an drei Brettern erlitten die Landkreisvertreter Niederlagen ( Georg Schweiger, Georg Kislinger, Sebastian Kirsch)- ein Ergebnis, das zu der insgesamt verkorksten Saison des Regionalligaabsteigers passte..

Schon früh sah es eigentlich sehr gut für die erneut stark ersatzgeschwächte Schachunion aus. An Brett 6 holte Frank Bauer ein sicheres Unentschieden. Ebenfall ein Remis erzielte der 18jährige Gino Haußmann an 8 bei seinem Debüt in der ersten Mannschaft, und Ersatzspieler Ludwig Stangl sorgte an 7 mit einem klaren Sieg für die Führung. Eine glanzvolle Angriffspartie mit frühem Figurenopfer lieferte an Brett 3 der Grafinger Arthur Gil und kam so gegen einen starken Gegner zum vollen Punkt. Auch am Spitzenbrett überzeugte Ulrich Zenker mit zielstrebigem, konsequentem Spiel und rang seinen Gegner nieder. Bei dieser 4:1 Führung schien eigentlich alles gelaufen.

Erneut unglücklich agierte allerdings der Jugendspieler Sebastian Kirsch an Brett 5, der nach mehreren Ungenauigkeiten kapitulieren musste. Nicht einkalkuliert war auch die Niederlage des Mannschaftsführers Georg Schweiger an Brett 2, der diesmal bei zweischneidigem kompliziertem Spiel den kürzeren zog . Am längsten dauerte die Partie von Georg Kislinger an Brett 4. Noch im 40.Zug hatte er ein Remisangebot abgelehnt, aber schließlich verlor er sein Turmendspiel sogar noch..

Die Schachunion kann diese Saison nur schnell abhaken und mit der Vorbereitung auf die neue beginnen. Angesichts des Potentials im Team ist der 7.Rang in der Bezirksliga natürlich enttäuschend. Oberbayerischer Meister und Aufsteiger in die Regionalliga wurde der SK Ingolstadt II.

Georg Schweiger

03/24/10

Schachunion Ebersberg-Grafing schafft nur ein Unentschieden, ist aber gerettet

Schach: Bezirksliga Oberbayern

Ebersberg – Die Schachunion Ebersberg-Grafing hat in der 8.Runde der Bezirksliga Oberbayern gegen den Tabellenletzten SK Bad Aibling zwar nur ein 4:4 Unentschieden geschafft, kann aber aufatmen, da die Ergebnisse der Konkurrenten um den Abstieg für sie günstig waren: Mit nunmehr 6:10 Punkten liegt die Schachunion vor der Schlussrunde am 11.4. auf dem gesicherten 7.Platz. Insgesamt müssen maximal drei Teams absteigen, und die Schachunion hat auf diese drei letzten Plätze bereits drei Punkte Vorsprung.

In der dramatischen Begegnung gegen Bad Aibling konnten zwei Spieler ihre Partien gewinnen ( Georg Schweiger, Stephan Brem), vier Spieler remisierten ( Marko Maksimovic, Arthur Gil, Christian Krause und Martin Haslsperger) , und nur Ulrich Zenker und Sebastian Kirsch erlitten äußerst unglückliche Niederlagen.

Schon früh zeichnete sich ab, dass die Gäste erstaunlich gut mithalten konnten und es ein sehr enges Match werden würde. An Brett 4 spielte Arthur Gil gegen einen starken Gegner vernünftigerweise auf Sicherheit und holte ein schnelles Remis. Der Routinier und Senior Christian Krause folgte ihm an 5 mit einem ebenso sicheren Unentschieden. Nach etwa drei Stunden gab es die nächste Punkteteilung an Brett 6 bei Martin Haslsperger.

Dramatik pur in einer atemberaubenden Zeitnotphase vor dem 40.Zug war jedoch an den restlichen fünf Brettern geboten. An Brett 3 konnte Mannschaftsführer Georg Schweiger, nachdem er zunächst in schwieriger Position überleben mussste, mit einem Konter das Blatt noch wenden und nach hartem Kampf den vollen Punkt einfahren. Die Zeitnotschlacht am Spitzenbrett endete dagegen negativ für Ulrich Zenker, der in überlegener Stellung einen Bauern und damit die Partie einstellte. An Brett 2 entstand nach dem 40:Zug ein Turmendspiel bei Marko Maksimovic, dessen Gegner sich jedoch mit einer Mattandrohung in eine Zugwiederholung und damit ein Remis retten konnte.

Damit stand es 3:3 und die beiden hinteren Bretter mussten die Entscheidung bringen. An Brett 8 spielte erstmals in dieser Saison der heuer in St.Petersburg arbeitende Stephan Brem – wie gewohnt wild und angriffslustig. Diverse Fesselungsmotive und beiderseitiger Königsangriff waren nichts für schwache Nerven, aber Brem behielt kühlen Kopf und holte den wichtigen Punkt zum 4.3.

Damit schien alls gelaufen, denn der Jugendspieler Sebastian Kirsch schien mit zwei Mehrbauern einem Sieg entgegenzusteuern, zumindest Remis hatte er wohl sicher in der Tasche. Aber wie es so ist bei immer knapper werdender Bedenkzeit, Ungenauigkeiten häuften sich und durch einen Fingerfehler verlor er sogar seine eigentlich sehr schön gespielte Partie. Endstand damit völlig überraschend 4:4, und das bange Warten auf die Ergebnisse der Konkurrenten begann. Schließlich die Gewissheit: Dorfen und Neuburg hatten verloren ! Nach einer verkorksten Saison doch noch ein Happy end: Die Schachunion ist vor dem neuerlichen Abstieg gerette.

Georg Schweiger

03/03/10

Noch eine Niederlage für die Schachunion Ebersberg-Grafing

Schach: Bezirksliga Oberbayern

Ebersberg – Die Schachunion Ebersberg-Grafing hat in der Bezirksliga Oberbayern als Regionalligaabsteiger überraschend erneut das Abstiegsgespenst im Nacken. Beim Tabellenzweiten SK Ingolstadt II erlitt sie in der 7.Runde am vergangenen Sonntag eine deftige 2,5:5,5 Schlappe. Mit nunmehr 5:9 Punkten bei zwei noch ausstehenden Begegnungen liegt die Schachunion zwar auf dem 7.Platz, aber nur mehr zwei Mannschaftspunkte von den Abstiegsrängen entfernt. Insgesamt müssen drei Teams absteigen, und die Schachunion spielt noch gegen die beiden Tabellenletzten, hat es also allerdings selbst in der Hand , sich mit zwei Siegen gegen nominell schwächere Gegner definitiv zu retten.

An den acht Brettern setzte es in Ingolstadt fünf Niederlagen, Christian Krause remisierte an 4 und nur Ulrich Zenker und Georg Schweiger konnten an den beiden Spitzenbrettern gewinnen. Vor allem aus beruflichen Gründen gibt es in dieser Saison erhebliche Ausfälle bzw. Personalnöte, die bei dem gestiegenen Niveau der Bezirksliga nicht kompensiert werden können.

An den drei hinteren Brettern zeichneten sich schon früh Niederlagen ab, jeweils gegen von der Wertungszahl her klar überlegene Ingolstädter. Johannes Einzinger ( 8) , Ludwig Stangl ( 7) und Frank Bauer (6) mussten schließlich kapitulieren. Der Routinier und Senior Christian Krause dagegen schaffte an 4 ein sicheres Remis.
Immerhin bestand noch die Möglichkeit und echte Chance, das Blatt wenden zu können .Zu Schlüsselpartien wurden dabei die Zeitnotschlachten an den Brettern 5 und 3. Jugendspieler Sebastian Kirsch an 5, der mannschaftsdienlich das angebotene Remis abgelehnt hatte, griff in Zeitnot fehl und auch Arthur Gil wurde in wilder, unklarer Stellung seine knappe Restbedenkzeit zum Verhängnis.
Nur an den Spitzenbrettern konnten sowohl Zenker als auch Schweiger für Furore sorgen. In einer wahren Glanzpartie überspielte Zenker an Brett 1 seinen Gegner mit konsequentem, unwiderstehlichem Angriff unter Figurenopfer , lähmte und zerlegte desssen Stellung geradezu lehrbuchmäßig. In der längsten Partie konnte Schweiger nach kompliziertem Kampf mit seinen Mehrbauern im Turmendspiel schließlich auch klar gewinnen.

In den beiden letzten Runden wird die Entscheidung um den Abstieg in der direkten Auseinandersetzung mit den beiden Schlusslichtern Bad Aibling und Neuburg fallen. Am 21.3. empfängt die Schachunion den Tabellenletzten Bad Aibling. 

Georg Schweiger

02/11/10

Erneut eine unglückliche Niederlage für die Schachunion Ebersberg-Grafing

Schach: Bezirksliga Oberbayern

Ebersberg – Die Schachunion Ebersberg-Grafing spielt in der Bezirksliga Oberbayern derzeit etwas glücklos. Der Regionalligaabsteiger erlitt in der 6.Runde am vergangenen Sonntag eine unerwartete 3,5: 4,5 Niederlage gegen den Außenseiter SK Töging. Mit nunmehr 5:7 Punkten bei drei noch ausstehenden Begegnungen liegt die Schachunion zwar auf dem 6.Platz, aber nur mehr zwei Mannschaftspunkte von den Abstiegsrängen entfernt. Insgesamt müssen drei Teams absteigen.

An den acht Brettern konnten zwar Christian Krause und Johannes Einzinger den vollen Punkt holen , drei Spieler remisierten (Ulrich Zenker, Georg Schweiger, Frank Bauer) , aber an drei Brettern gab es Niederlagen.( Arthur Gil, Martin Haslsperger, Raimund Kampe).

Dabei hatte der Kampf für die favorisierte Heimmannschaft sehr gut begonnen: Als erstes überspielte Christian Krause an 4 seinen Gegner mit seiner Spezialvariante und schaffte die frühe Führung.Auch Johannes Einzinger an 7 war seinem Kontrahenten klar überlegen, verstärkte konsequent den Druck und zwang diesen zur Kapitulation.

Leider folgte bald der Rückschlag an Brett 8 bei dem erstmals in der 1.Mannschaft eingesetzten Raimund Kampe. Schon im Mittelspiel geriet er in Nachteil, den er nicht mehr wettmachen konnte.

Überraschend und nicht eingerechnet war die Wende an Brett 5, wo Martin Haslsperger zwei Fesselungsmotive übersah und damit den Mattangriff des Tögingers nicht mehr parieren konnte.

Nach dem sicheren Remis von Frank Bauer an Brett 6 stand es 2,5:2,5 und nur noch an den ersten drei Brettern wurde gespielt. Bei diesem Zwischenstand hatten die Schachunion-Spieler noch große Hoffnung, das Blatt wenden zu können und den Gesamtsieg einzufahren, denn sowohl Zenker als auch Schweiger hatten einen Mehrbauern im Endspiel.

Arthur Gil an 3 lieferte wieder einen komplizierten, zweischneidigen kampf, dessen Ausgang lange unklar war. Nach Vereinfachungen setzte sich sein Gegner jedoch im Endspiel durch.

So lag die Entscheidung bei beiden Spitzenbrettern. An 1 hatte Ulrich Zenker lange die bessere Stellung und einen Mehrbauern, doch nach einer Ungenauigkeit schwanden die Siegchancen und er musste sich mit Remis abfinden.

Damit musste Mannschaftsführer Georg Schweiger (Brett 2) unbedingt gewinnen, um wenigstens ein Mannschaftunentschieden zu errreichen. Er hatte einen Mehrbauern bei besserer Position im Turmendspiel, aber Turmendspiele sind bekanntlich tückisch und erfordern absolut präzise Technik Ein kleiner Fehler- und schon war es passiert: Die Partie, die fast die maximale Spielzeit von sechs Stunden dauerte, war nicht mehr zu gewinnen.

Aus den drei ausstehenden Begegnungen braucht die Schachunion noch zwei Siege im Kampf gegen den Abstieg. In den beiden letzten Runden wird die Entscheidung in der direkten Auseinandersetzung mit den beiden Schlusslichtern Bad Aibling und Neuburg fallen. Am 28.2. allerdings geht es erst zum Tabellenzweiten Ingolstadt II.

Georg Schweiger

01/26/10

Hart erkämpfter 4,5:3,5 Sieg in Traunstein

Wertvoller Auswärtserfolg für die Schachunion Ebersberg-Grafing

Ebersberg – Die Schachunion Ebersberg-Grafing zeigte sich nach den zuletzt erlittenen unglücklichen Niederlagen wieder von der besten Seite. In der 5. Runde der Bezirksliga Oberbayern schaffte der Regionalligaabsteiger bei den überaus stark aufgestellten Traunsteinern am vergangenen Sonntag einen eher unerwarteten und durchaus etwas glücklichen 4,5:3,5 Sieg in einem Match auf hohem Niveau.

An den acht Brettern konnten die Landkreisvertreter zweimal den vollen Punkt holen (Arthur Gil und Christian Krause ). Dem stand nur eine Niederlage ( von Ulrich Zenker) gegenüber, bei fünf Remis an den restlichen Brettern (Marko Maximovic, Georg Schweiger, Georg Kislinger, Sebastian Kirsch und Frank Bauer).

Von den Wertungszahlen her hätte es auch eine Regionalliga-Spitzenbegegnung sein können: Traunstein bot fünf Österreicher ( zwei aus Wien und drei aus Salzburg ) auf, bei Ebersberg spielten in dieser Saison erstmals sowohl der junge Belgrader Marko Maximovic als auch Georg Kislinger. Die Partien waren zumeist hart umkämpft und äußerst dramatisch.

Als erstes endete die Begegnung von Georg Schweiger gegen seinen nominell stärkeren Gegner an 3 mit einem friedlichen Remis, anschließend folgte das solide Unentschieden von Georg Kislinger an Brett 6.

Interressant und voller Finessen war die taktisch geprägte Partie des Traunsteiner FIDE-Meisters Arnulf Westermeier mit Marko Maximovic an 3, die ebenfalls mit einer Punkteteilung endete.

Die restlichen fünf Kämpfe gingen durch eine packende erste Zeitnotphase vor dem 40.Zug. An Spannung nicht zu überbieten war die farbige, wilde Partie voller kombinatorischer Verwicklungen von Arthur Gil an Brett 4. Sein Mut zu höchstem Risiko wurde belohnt: Mit nur wenigen Sekunden auf der Uhr fand Gil die spielentscheidenden Züge und gewann.

An Brett 7 spielte der Grafinger Jugendspieler Sebastian Kirsch forsch auf, schien mit Mattdrohungen zu gewinnen, landete aber in einem Turmendspiel mit Mehrbauer, in dem sich sein Kontrahent noch ins Remis retten konnte. Mit sehr solidem positionellen Stil entschärfte Frank Bauer an 8 alle Gewinnversuche seines bekannt starken Salzburger Gegners Dr.Hicker und erreichte ein verdientes Remis.

Damit stand es 3,5:2,5 für die Schachunion , wobei noch Ulrich Zenker an 1 und Christian Krause an 5 um den Gesamtsieg kämpften. Routinier Krause stand erst schlecht und schien eigentlich auf der Verliererstraße zu sein, rette sich aber trickreich: Nach Fehlern seines Gegners konterte er stark und erreichte ein Endspiel mit Mehrbauer, das er technisch präzise und konsequent zum Gewinn führte.

Damit war die Begegnung am Spitzenbrett bereits bedeutungslos geworden. An 1 hatte Ulrich Zenker gegen den österreichischen FIDE-Meister Roth aus Wien in einer hochklassigen Partie, die immer auf Messers Schneide stand, lange gute Chancen gehabt, doch in Zeitnot wurde die Lage immer schwieriger und er verlor nach fast sechs Stunden.

Mit nunmehr 5:5 Mannschaftspunkten ist die Schachunion wieder im breiten Mittelfeld der Tabelle.

Georg Schweiger

12/16/09

Erneut eine unglückliche 3:5-Niederlage für die Schachunion Ebersberg-Grafing

Bezirksliga Oberbayern

Ebersberg – Die Schachunion Ebersberg-Grafing spielt in der Bezirksliga Oberbayern derzeit etwas glücklos. Nach dem Dämpfer in der 3. Runde beim SK Bruckmühl erlitt Regionalligaabsteiger Schachunion Ebersberg-Grafing auch in der 4. Runde am vergangenen Sonntag eine unerwartete 3:5 Niederlage gegen die SG Vogtareuth.

An den acht Brettern konnten zwar Arthur Gil und Ludwig Stangl den vollen Punkt holen, zwei Spieler remisierten (Christian Krause und Helmut Behrndt), aber an vier Brettern gab es Niederlagen (Ulrich Zenker, Georg Schweiger, Martin Haslsperger und Sebastian Kirsch). Zwar mussten zwei Stammspieler ersetzt werden, aber die Ersatzspieler waren an der Niederlage keineswegs schuld, sondern verloren ging der Kampf schließlich an den beiden Spitzenbrettern.

Als erstes endete die Begegnung von Christian Krause an 4 mit einem friedlichen Remis. An Brett 7 spielte der zum 2. Mal in der 1.Mannschaft eingesetzte Ludwig Stangl forsch auf, forcierte unter Bauernopfer einen fulminanten Angriff und siegte verdient. Im Anschluss daran folgte das Unentschieden von Ersatzspieler Helmut Behrndt an Brett 8. Ein Rückschlag erfolgte an den mittleren Brettern, denn sowohl Martin Halsperger (Brett 5) als auch Sebastian Kirsch (Brett 6) gerieten umkämpften Partien aufgrund großer Zeitnot auf die Verliererstraße.

Beim Stand von 2:3 hatten die Schachunion-Spieler dennoch große Hoffnung, das Blatt noch wenden zu können, denn an den restlichen Brettern sah die Lage hoffnungsvoll aus. Arthur Gil hatte seinen Gegner von der Eröffnung an durch ständigen Druck voll im Griff und spielte sozusagen auf ein Tor: Sein hochverdienter Sieg markierte den 3:3 Ausgleich. Die Katastrophe ereignete sich an den beiden Spitzenbrettern. An 1 hatte Ulrich Zenker gegen einen österreichischen FIDE-Meister mit starkem Spiel lange die bessere Stellung, doch in Zeitnot kippte die Partie und er verlor. Damit blieb die Entscheidung an Mannschaftsführer Georg Schweiger (Brett 2) hängen. Er hatte mit seiner Spezialvariante klaren Vorteil erlangt und einen Mehrbauern bei besserer Positon. Ein Remisangebot lehnte er ab. Nach zwei Ungenauigkeiten und einem klaren Fehler in Zeitnot verlor der in dieser Saison bisher ungeschlagene Schweiger jedoch noch seine Partie und besiegelte damit die Mannschaftsniederlage.

Mit nunmehr 3:5 Mannschaftspunkten muss die Schachunion nach der Winterpause allmählich Punkte gegen den Abstieg sammeln. Ein möglicher Wiederaufstieg ist bereits abgehakt.

Georg Schweiger

12/01/09

Unerwartete 5:3-Niederlage für die Schachunion Ebersberg-Grafing beim SK Bruckmühl

Schach: Bezirksliga Oberbayern

Ebersberg – Lange Gesichter gab es bei der Schachunion am vergangenen Sonntag in der 3.Runde der Bezirksliga Oberbayern . Nach erfreulichem Start in die neue Saison kam bereits jetzt der Dämpfer: Beim SK Bruckmühl erlitt Regionalligaabsteiger Schachunion Ebersberg-Grafing eine unerwartete und durchaus klare 5:3 Niederlage.

An den acht Brettern gelang es keinem einzigen Spieler den vollen Punkt zu holen . Sechs Spieler remisierten ( Ulrich Zenker, Georg Schweiger, Arthur Gil, Christian Krause ,Melik Kramer und Helmut Behrndt), und an zwei Brettern gab es Niederlagen.(Sebastian Kirsch, Ludwig Stangl)..

Zwar mussten drei Stammspieler ersetzt werden, aber dennoch hatten sich die Landkreisvertreter mehr erhofft.

Nach der Eröffnungsphase und etwa zwei Stunden Spielzeit war bereits klar, dass es ein sehr enges Match werden würde, an allen Brettern wurde intensiv um den Vorteil gekämpft.

Leider unterlief dem an Brett 7 erstmals in der 1.Mannschaft eingesetzten Ludwig Stangl in guter Position ein verhängnisvoller Fehler, der entscheidend Material und damit die Partie kostete. Im Anschluss daran folgten mehrere Friedensschlüsse in ausgeglichenen Positionen.

An Brett 2 musste sich in einer eröffnungstheoretisch geprägten Auseinandersetzung Mannschaftsführer Georg Schweiger mit einem Unentschieden.zufrieden geben, ebenso wie an Brett 1 der Grafinger Ulrich Zenker, der gegen die starke gegnerische Verteidigung nichts Greifbares erreichte.

Mit weiteren umkämpften Remispartien folgten sodann Helmut Behrndt an 8, Melik Kramer an 6 und schließlich Christian Krause an 4.

Beim Stand von 2,5:3,5 hatten die Schachunion-Spieler dennoch große Hoffnung, das Blatt noch wenden zu können, denn Arthur Gil an Brett 3 schien auf der Siegerstraße zu sein und auch die Lage bei Sebastian Kirsch sah hoffnungsvoll aus.

Das große Jugendtalent Kirsch wagte jedoch im Bemühen, sein Team mit einem Sieg zu retten, zu viel , überreizte die Stellung und geriet in Zeitnot in Nachteil .So hatte er nicht einmal das eigentlich verdiente Remis.

Arthur Gil schien seinen Gegner durch ständigen Druck voll im Griff zu haben, nach zwei Ungenauigkeiten konnte sich dieser aber durch Vereinfachungen gerade noch ins Unentschieden retten.

Das 5:3 Ergebnis scheint eine klare Sprache zu sprechen , mit dem nötigen Quäntchen Glück hätte es aber auch ein Ebersberger Sieg werden können.

Georg Schweiger

11/19/09

Packendes Spitzenduell

Schach: Bezirksliga Oberbayern

Schachunion Ebersberg-Grafing und SF Starnberger See trennen sich 4:4

Ebersberg - In der 2.Runde der Bezirksliga gelang der Schachunion Ebersberg-Grafing am vergangenen Sonntag ein hart erkämpftes 4:4 Unentschieden gegen den Liga-Favoriten SF Starnberger See.

In dem äußerst spannenden und dramatischen Match holten Georg Schweiger, Martin Haslsperger und Frank Bauer jeweils den vollen Punkt, zwei Spieler remisierten ( Christian Krause, Sebastian Kirsch) und drei Spieler erlitten Niederlagen (Ulrich Zenker, Arthur Gil und Karl-Heinz Hartmann).

Die Schachunion , aus deren Stammformation zwei Spieler fehlten, waren gewarnt vor der Stärke der Starnberger Aufsteiger, die ihr Auftaktspiel beim SK Neuburg mit 7,5:0,5 gewonnen hatten, auch diesmal mit einer durchaus regionalligatauglichen Mannschaft antraten und im Durchschnitt ihrer Wertungszahlen insgesamt ca. 100 DWZ-Punkte besser waren. Die SF Starnberger See sind übrigens in den letzten vier Jahren viermal hintereinander aufgestiegen – wohl ein Novum in der bayerischen Schachgeschichte!

Zunächst gingen die Gäste nach etwa drei Stunden mit 1:0 in Führung, da an Brett 8 Karl-Heinz Hartmann gegen einen eröffnungstheoretisch bestens präparierten , nominell deutlich stärkeren Gegner im Mittelspiel große Schwierigkeiten bekam und resignieren musste.

An den restlichen sieben Brettern wurde in der Zeitnotphase erbittert gekämpft. Arthur Gil unterlag schließlich in einer wilden Kombinationspartie, und am Spitzenbrett musste sich Ulrich Zenker dem FIDE-Meister Bernd Salvermoser geschlagen geben.

Die Antwort auf diese 3:0 Führung der Starnberger ließ aber nicht lange auf sich warten: Frank Bauer an Brett 7 konnte mit präzisem Spiel in ein besser stehendes Turmendspiel überleiten , das er technisch sauber zum Sieg führte.

Eine schöne Angriffspartie mit äußerst komplizierten Stellungsbildern gelang Georg Schweiger an Brett 2.In einem von beiden Seiten dynamisch geführten offenen Schlagabtausch setzte er sich im Mattangriff durch.

Nur noch 2:3, und die Spannung stieg weiter an. Zunächst durchaus schwierig war die Stellung bei Martin Haslsperger, an Brett 5, doch er erwies sich erneut als zäher und einfallsreicher Verteidiger. Er hatte für eine Figur zwar nur zwei Bauern, konnte jedoch durch einen verblüffenden Konter das Blatt völlig wenden und sogar eine Gewinnstellung erreichen. Damit stand es 3:3 und an den Brettern 4 und 6 wurde weiter erbittert gekämpft.

Der Grafinger Jugendspieler Sebastian Kirsch hatte an Brett 6 sehr druckvoll agiert und die aussichtsreichere Stellung Nach seiner Eroberung der gegnerischen Dame für Turm und Springer konnte er trotz intensiver Versuche die Festung des Starnbergers nicht mehr aufbrechen und musste ins Remis einwilligen.

Fast sechs Stunden hielt Routinier Christian Krause an Brett 4 den Gewinnversuchen seines Kontrahenten stand und erreichte ebenfalls ein Unentschieden , das den 4:4 Endstand bedeutete.

In zwei Wochen, am 29.11. spielt die Schachunion in der 3.Runde beim SK Bruckmühl.