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Jugend

23. Mai 2011
von Gisbert Wolfram

Trainings- und Freizeitlager in Landshut

Zum Ende der Osterferien führte auch heuer die Schachunion wieder ein viertägiges Trainings- und Freizeitlager für ihre Jugendlichen durch.


Klaus Rudolph erklärt Themen aus Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel

Gisbert Wolfram mit Spielern der Schachjugend vor der Burg Trausnitz

Landshut war für acht Jugendliche und zwei Trainer diesmal das Ziel. Die Jugendherberge und die historische Altstadt boten ideale Bedingungen für Training, Freizeitsport und geschichtliche Information. Und auch das Wetter spielte mit. Beim Schachtraining im geräumigen Tagungsraum der Jugendherberge wurden unter Leitung der Trainer Klaus Rudolph und Gisbert Wolfram in 7 Sitzungen Themen aus Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel behandelt. Die Jugendlichen wurden in Varianten der spanischen Eröffnung und der Grünfeld-Verteidigung eingeführt. Im Mittelspiel standen diesmal Fesselung und Ablenkung auf dem Programm und im Endspiel ging es um das komplexe Thema des Turmendspiels. Dabei kam als modernes Hilfsmittel erstmals auch der vereinseigene Beamer zum Einsatz. Am Schluss wurde das Erlernte noch einmal in einem Test abgefragt.

Die Geschichte Landshuts als ehemalige Hauptstadt Bayerns bot reichlich Gelegenheit, etwas über das Leben im Mittelalter zu lernen. Bei einer Stadtführung erfuhren wir Interessantes über die drei Herzöge mit dem Beinamen der Reiche, die „Landshuter Hochzeit“ und die damalige Strafjustiz. Kleinen Betrügern soll man damals als Schandmal die Ohren geschlitzt haben, wovon angeblich unser Ausdruck „Schlitzohr“ für einen listigen Zeitgenossen stammt. Beeindruckend mit seiner Holztäfelung und –verzierung war der Prunksaal des Rathauses. Und natürlich durfte eine Besichtigung der hoch über der Stadt thronenden Burg Trausnitz nicht fehlen. In einem Erkundungsspiel, bei dem Zweiergruppen in der Stadt Fragen zu Bauten, Denkmälern und Geschichte lösen mussten, lernten die Teilnehmer spielend noch mehr über die Stadt und ihre Geschichte kennen. Zwei Schlitzohren aus der Truppe erleichterten sich die Lösungen, indem sie die Hilfe einer freundlichen Mitarbeiterin der Touristeninformation in Anspruch nahmen. Auf eine mittelalterliche Markierung der beiden wurde allerdings verzichtet. Bei der Heimfahrt waren sich alle einig, vier Tage Spaß gehabt und auch etwas dazugelernt zu haben.

Das Trainingslager wurde ermöglicht durch großzügige Spenden von Vereinsmitgliedern und Zuschüsse der Bayerischen Schachjugend und des Ebersberger Kreisjugendamts.


Jugend
//   8. Mai 2012

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